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Musik liegt in der Herbstluft

FOTO: RALF ROEGER

Das September Special 2019 verspricht ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Bands auf fünf Bühnen. Das Riesenrad kommt. Musik liegt in der Herbstluft.

Aachen Musik auf fünf Plätzen an vier Tagen: Das ist das Konzept des September Specials, das sich inzwischen längst etabliert hat. „Es ist ein Konzept, von dem man weiß, dass es funktioniert“, meinte Oberbürgermeister Marcel Philipp jetzt, als die Organisatoren das diesjährige Programm vorstellten. Und bei allen ist die Vorfreude groß, denn das September Special bringt Leben in die Stadt und lockt laut Veranstaltern auch viele Besucher aus dem Umland nach Aachen, die ansonsten eher selten kämen. Kein Wunder: Denn überall in der Innenstadt bietet sich vom 19. bis 22. September ein abwechslungsreiches Musikprogramm. Der Elisengarten ist dabei wieder ein ganz besonders beliebter „Spielort“. Samba, treibende Afrobeats, Big-Band-Sound, aber auch Rock und Funk bieten eine explosive Mischung, die sicher für jeden etwas zu bieten hat, heißt es seitens der Veranstalter.

Auf dem Katschhof bleibt es mit bewährten Angeboten traditionell: Das Riesenrad und eine angenehme Atmosphäre sollen die Besucher hier zum Verweilen einladen. Auch für Kinder gibt es hier am Samstag und Sonntag jeweils um 13 Uhr ein abwechslungsreiches Programm. Der Münsterplatz gilt inzwischen als Geheimtipp unter den Besuchern und bietet vor allem auch abwechslungsreichen Gruppen aus Aachen eine Bühne.

Auf dem Markt lockt neben guter Musik auch ein spannendes Rahmenprogramm: In Kooperation mit dem Aachener Medienhaus steht hier am Donnerstag, 19. September, um 19.30 Uhr unter dem Titel „Aachen – hausgemacht“ ein Bühnenprogramm zum Thema „Tuchindustrie“ auf dem Programm, und am Freitag verspricht ein „Rudelsingen“ das Highlight für alle zu werden, die gerne unter der Anleitung von Künstlern singen möchten.

Die RWTH bietet in Kooperation mit mehreren Partnern vor dem Hauptgebäude am Templergraben eine weitere Bühne. Hier sollen genreübergreifende Sounds präsentiert werden, und laut Vertretern des Musikbunkers konnten Künstler gewonnen werden, die unter jungen Leuten besonders gefragt sind. „Ein Musikprogramm mit Tanzgarantie, nicht nur für Studenten“, verspricht der Veranstaltungshinweis.

Und auch der Stawag Music Award holt wieder lokale Talente auf die Bühne am Aachener Markt: Die drei bestplatzierten des Musikwettbewerbs, der demnächst in die Votingphase geht, bekommen beim September Special Gelegenheit, vor Publikum zu spielen.

Elektromobilität zeigt sich

In Kooperation unter anderem mit der Stawag gibt es am Sonntag, 22. September, um 13 Uhr im Elisengarten eine Präsentation rund um die Elektromobilität. E-Autos und E-Bikes stehen dann bereit, um in Augenschein genommen zu werden. Außerdem präsentieren die Hochschulen ihre neusten technischen und wissenschaftlichen Entwicklungen.

„Die Stadt brummt“, fasste Eva Wussing, Pressesprecherin der Stawag, die Atmosphäre beim September Special zusammen. Und das musikalische Angebot an den vier Tagen könne sich sehen lassen, meinen alle Organisatoren einhellig. Sie freuen sich, dass es genügend Sponsoren gibt, die das kostenlose Angebot überhaupt erst möglich machen. Programmhefte wird es voraussichtlich im Juli geben, aber unter www.aachenseptemberspecial.de/info kann das Programm schon jetzt eingesehen werden.

 

Auf der turnusmäßigen Aufsichtsratswahl der Jahreshauptversammlung des MAC am 16.05.2019 wurden folgende Herren in ihrem Amt bestätigt:

Klaas Wolters Vorsitzender
Weyers-Kaatzer GmbH & Co. KG

Günther Knie stellv. Vorsitzender
Galeria Kaufhof GmbH

Franz-Leo Drucks Aufsichtsratsmitglied
Sporthaus Drucks GmbH & Co. KG

Martin Görg Aufsichtsratsmitglied
Wolle Görg

Mark Walmrath Aufsichtsratsmitglied
VanderLooy Schuhe – Schuhhaus Walmrath

Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde:
Johannes Liebens Aufsichtsratsmitglied
SINN GmbH

Ullrich Falter stand zur Wahl als Aufsichtsratsmitglied nicht mehr zur Verfügung.

Manfred Piana ist nach wie vor Geschäftsführer/Vorstand des MAC.

 

Handel zeigt Bordellen die rote Karte

Betriebe sollen ausgelagert werden. Gegen sofortigen Abriss des Parkhauses Büchel. Droht sonst der Exodus?

Aachener Zeitung, 16.02.2019

(C) Andreas Herrmann

(C) Andreas Herrmann

Aachen Den Bordellbetreibern zeigen die Einzelhändler die rote Karte. In beispielloser Einigkeit und Vehemenz haben am Freitag führende Vertreter des Handels in Aachen Position im Streit um die Zukunft des Büchel-Altstadtquartiers bezogen. Sie wollen mitreden, bei der Stadtverwaltung, in der Politik – und drohen schlimmstenfalls mit der Aufgabe innerstädtischer Geschäfte. „Hier muss jetzt gerade auch im Sinne der umliegenden Unternehmen gehandelt werden“, stellte Jörg Hamel, Geschäftsführer des Handelsverbandes Aachen-Düren-Köln, bei dem Treffen klar. „Wir müssen genau wissen, wann exakt was passieren soll“, forderte Manfred Piana, Geschäftsführer des Märkte und Aktionskreises City (MAC), Klarheit.

Politische Rahmenbedingungen

Nach dem Rückzug der privaten Investoren – die das komplette Büchel-Quartier auf über 12.000 Quadratmetern bebauen wollten, aber wegen der politischen Rahmenbedingungen Millionenverluste fürchten mussten – will die Stadt nun selbst die Entwicklung in die Hand nehmen. Für 14 bis 18 Millionen Euro könnte die öffentliche Hand das Parkhaus und eine Handvoll weiterer Immobilien von Norbert Hermanns und Gerd Sauren erwerben. Beginnen will man dann Aachens größtes Stadtplanungsprojekt – das ist bislang auch Tenor der Mehrheitsfraktionen im Stadtrat – mit dem Abriss des maroden Büchel-Parkhauses. Stufenweise könnte dann in ersten Schritten der – wahrscheinlich wirtschaftlich zu modifizierende – Masterplan des Architektenbüros Chapman Taylor angegangen werden: mit neuen Gebäuden, Wegeverbindungen – aber definitiv ohne Laufhaus. Was anstelle des Büchel-Parkhauses realisiert werden könnte, ist ohnehin völlig offen. Einzelhandel, Wohnbebauung – oder vielleicht eine neue Zentrale für die Volkshochschule, die ohnehin aus dem Betonbunker Bushof herausgelöst werden muss. Alles möglich.

Bevor es zur nächsten Entscheidung im über 30-jährigen Streben nach einem neuen Profil fürs Schmuddelquartier kommt, wollen die Einzelhändler ihre Expertisen einbringen. „Es kann doch nicht sein, dass die Belange von einzelnen Prostituierten auf der Durchreise und Bordellbetreibern über die Anliegen sämtlicher Bürger, Unternehmer und damit der Stadt gestellt werden“, erklärte Christoph Drucks (Sporthaus Drucks).

„Jetzt einfach planlos das Parkhaus abzureißen, wäre der schlechteste, der drastischste Fall. Das hätte
existenzielle Auswirkungen.“

Thomas Mathes, Mathes Einrichtungshaus

Thomas Mathes (Mathes Einrichtungshaus) stellte klar: „Jetzt einfach planlos das Parkhaus abzureißen, wäre der schlechteste, der drastischste Fall. Das hätte existenzielle Auswirkungen. Wir haben hier 115 Mitarbeiter; und ich müsste meinen Geschäftsstandort hier am Büchel, von dem ich eigentlich überzeugt bin, mehr als infrage stellen.“ Andere reagieren genauso.

Die Geschäftsleute fürchten eine jahrelange Trümmerlandschaft vor ihren Ladentüren – wie vor Jahren, als sich der Baubeginn für das Aquis Plaza immer wieder verzögerte, oder wie aktuell auf der Brache neben dem Hauptbahnhof. „Handel und Gastronomie machen nicht nur die Musik in der Innenstadt, sie bezahlen sie auch ein Stück weit. Dann wollen wir auch gehört werden, wenn es darum geht, was gespielt wird“, erklärte Klaas Wolters (Schreibwaren Weyers-Kaatzer). Mathes befürwortet ein Konzept, dass einen „urbanen Hotspot zum Einkaufen, Leben und Arbeiten“ ermöglicht. „Aber das ist unmöglich, wenn nebenan das Rotlichtmilieu bleibt. Da will kein Einzelhändler, kein Kunde und schon gar keine Familie mit Kindern hin“, sagte Drucks. Es herrscht Unverständnis darüber, dass die Politik – abgesehen von FDP und Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) – dies nicht begreifen wolle.

Der Handel will nun den Druck erhöhen – aber gleichzeitig auch die Hand ausstrecken, um gemeinsam mit Politik und Verwaltung ein tatsächlich taugliches Bebauungskonzept zu erarbeiten. Und zwar zügig. Längst gebe es in Aachen überproportional viele Geschäftsschließungen in der Innenstadt, beklagte Hamel. Diese Abwanderungsgefahr gelte es einzudämmen.

Wolfgang Winkler (Cityhotel Aquis Grana), Vorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Aachen, sicherte seine Unterstützung zu. Ebenso Helmut und Ullrich Falter (Mayersche Buchhandlung), Franz Leo Drucks (Sporthaus), Martin Luhn (Yucca Design) und Martin Görg (Görg & Görg – Wolle und Knöpfe), Ulrike Rohe (Schuhgeschäft Neue Wege), Mark Walmrath (Schuhgeschäft Vanderlooy) und viele mehr aus den Interessengemeinschaften verschiedener Einkaufsstraßen schließen sich an.

„Handel und Gastronomie machen nicht nur die Musik in der Innenstadt, sie bezahlen sie auch ein Stück weit. Dann wollen wir auch gehört werden.“

Klaas Wolters, Vorsitzender des MAC

„Es ist gut, dass wir Gesicht zeigen, dass wir eindeutig Position beziehen“, stellte Ben Sütterlin (Hit Markt) fest. Falter senior wies darauf hin, dass es ja durchaus auch noch das Instrument eines Bürgerbegehrens gebe, um der Politik in Sachen Rotlicht zu verdeutlichen, was die Mehrheit der Aachener wünsche.

Handelsexpertin Monika Frohn und der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen, Michael F. Bayer, regten nun zielführende nächste Schritte an. „Aufgrund der jahrzehntelangen Hängepartie am Büchel ist viel Frust im Spiel – dabei mangelt es gar nicht an Ideen. Es mangelt an einem Konzept, hinter dem alle stehen“, sagte Bayer. Er befürwortet ein „integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“. Darunter versteht man „ressort- und akteursübergreifende Entwicklungskonzepte als zentrales Instrument für die Umsetzung von Fördermaßnahmen“. Ein bewährtes Format. Denn ohne massive Mittel der Städtebauförderung wird sich die Stadt eine neue Bebauung des Quartiers nicht leisten können.

Mehr als 2100 Einzelhändler gibt es in der Stadt Aachen – und nicht nur im Altstadtbereich werden es spürbar weniger. Man fühlt sich von der Politik vernachlässigt, gerade angesichts des konkurrierenden Online-Handels. Wer eine anziehende Innenstadt inklusive neuem Büchel-Quartier wolle, komme an einer Rotlicht-Auslagerung nicht vorbei, hieß es. Nur dafür gebe es grünes Licht der Unternehmer und der meisten Bürger.

Geschrieben von Robert Esser.

 

Aachen aus Kundensicht „gut aufgestellt“

Untersuchung Vitale Innenstädte mit positiven Noten für die Stadt. Defizite aber ganz offensichtlich im Handel.

Aachener Zeitung, 24.01.2019

Aachen Die Diskussion um den Stillstand am Büchel ist aktueller denn je. Auch die Situation zum Beispiel in der unteren Adalbertstraße und in der Großkölnstraße wirft kein gutes Bild auf den Aachener Einzelhandel. Das ist die eine Sicht. Die andere: Besucher der Aachener Innenstadt verteilen relativ gute Noten, wenn sie die Qualität des Angebots beurteilen sollen. Das ist das Ergebnis einer neuen Auflage der Untersuchung Vitale Innenstädte des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH). Aachen ist nach 2016 zum zweiten Mal bei der Passantenbefragung dabei. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr Kunden in 116 Städten aller Größenordnungen zu Wort. Lokaler Partner des IFH war dabei der Märkte und Aktionskreis City (MAC).

Die tatsächlichen Besucher

„Wir müssen ausgehend von diesen Daten auch analysieren, warum viele Menschen nicht mehr die Aachener Innenstadt besuchen.“

Jörg Hamel, Einzelhandelsverband

Aachen ist aus Kundensicht „ganz gut aufgestellt“, zieht Nicolaus Sondermann, Senior-Projektmanager des IFH, ein Fazit. Aber: Die Studie spiegelt natürlich nur die Aussage der tatsächlichen Besucher wider. Das große Problem aber sind diejenigen, die in zunehmendem Maße auf eine Shoppingtour in der City verzichten, weiß Jörg Hamel, Geschäftsführer des Handelsverbandes Aachen-Düren-Köln. Man müsse versuchen, „an diese Menschen heranzukommen“, um auch auf diese Personengruppe bezogen „verlässliche Daten zu bekommen“.

Dennoch: Die Befragten der aktuellen Studie haben der Stadt Aachen in Sachen Attraktivität die Schulnote 2,2 gegeben. Immerhin eine ganz dezente Steigerung im Vergleich zu 2016 (Note 2,4). Laut Nicolaus Sondermann liegt Aachen dabei im Vergleich zu Städten gleicher Größe im guten Mittelfeld. Übrigens: Der Anteil von City-Besuchern, die nicht in Aachen wohnen, hat sich laut Studie gegenüber 2016 um knapp zehn Prozentpunkte erhöht. Ein Großteil der auswärtigen Besucher wohnt in der Städteregion Aachen, der Rest verteilt sich zu fast gleichen Teilen auf die Kreise Düren und Heinsberg sowie auf die Eifel. 58,2 Prozent der Besucher sind weiblich, gegenüber 2016 eine Steigerung um rund acht Prozentpunkte. Das Durchschnittsalter liegt bei 40 Jahren (36 Jahre im Jahr 2016).

Die Frage der Erreichbarkeit der Innenstadt ist generell von entscheidender Bedeutung. Vor allem auch vor dem Hintergrund drohender Fahrverbote und des weithin geforderten Umbaus der Infrastruktur hin zu umweltfreundlichen Mobilitätskonzepten. Signifikant zurückgegangen ist der Anteil der City-Besucher, die öffentliche Verkehrsmittel benutzen – 28,6 Prozent gegenüber 43 Prozent im Jahr 2016. Dennoch erhält die Erreichbarkeit der City mit dem ÖPNV eine Schulnote von 2,2. Per Pkw oder Motorrad fuhren 36,3 Prozent (vor drei Jahren 28,5 Prozent) in die Innenstadt (Schulnote 2,6), der Anteil der Radfahrer sank von 9,4 Prozent auf 7,2 Prozent (Schulnote 2,3). Immerhin gehen 29,9 Prozent (gegenüber 19,1 Prozent) zu Fuß auf Shoppingtour.

Wobei der Begriff Shoppingtour in die Irre leitet. Denn nur 37,3 Prozent der Aachen-Besucher gaben an, einkaufen zu wollen, in vergleichbaren Städten der aktuellen Analyse sind es immerhin 62 Prozent. Der Freizeitcharakter hat bei Aachen-Besuchern hohen Stellenwert, (26,5 Prozent), das gastronomische Angebot ist für rund jeden fünften Besucher ausschlaggebend. Insgesamt punktet Aachen vor allem in diesen Bereichen. Knapp dreiviertel aller Befragten loben die „Lebendigkeit der Innenstadt“ (Gesamtnote 2). Märkte und Feste werden ebenso als positiv hervorgehoben (Note 2,1) wie das allgemeine gastronomische Angebot (Note 2). Fast 80 Prozent aller Befragten geben an, Veranstaltungen wie Stadtfeste seien ein Grund, häufiger in die Stadt zu fahren. Für fast 85 Prozent ist der Besuch eines Restaurants, Cafés oder einer Gaststätte Grund, die City häufiger zu besuchen.

Die Sehenswürdigkeiten „ziehen“

Das „Flair der Innenstadt“ erhält die Note 2,1. Wenig überraschend für Aachen ist es auch, dass der Bereich „Sehenswürdigkeiten“ mit einer Note 1,9 ganz oben auf der Beliebtheitsskala rangiert – wobei es übrigens keinen Unterschied zwischen Aachenern und Auswärtigen gibt. Dass die Innenstadt einen „hohen Erlebnis- und Unterhaltungswert“ hat, finden 72 Prozent der Befragten.

Traditioneller Konfliktpunkt in Sachen Attraktivität der Innenstädte ist das Thema Parken. Bereits 2016 sagte Nicolaus Sondermann: „Es gibt keine Großstadt, in der das Parken gut bewertet wird.“ Das bestätigt die neuerliche Erhebung. Die Aachener vergeben eine 3,6, Auswärtige immerhin eine 3,3. Kein Problemfeld zu sein scheint die Frage, zu welchen Zeiten Shoppen möglich ist. Die Ladenöffnungszeiten werden mit 2,1 bewertet.

Größter Konkurrent des Innenstadthandels ist der Online-Verkauf. Nach Angaben des Handelsverbandes Deutschland stagnierte das gesamte Umsatzvolumen des Einzelhandels in Deutschland im Zeitraum von 2001 bis 2013 auf einem Niveau von 430 bis 450 Milliarden Euro (netto). 2015 bis 2017 war ein etwas stärkerer Umsatzanstieg zu verzeichnen. Für 2018 geht man von einem Einzelhandelsumsatz von mehr als 520 Milliarden Euro aus. Gleichzeitig habe die Bedeutung des Online-Handels „sprunghaft zugenommen“. Mit einem Umsatz von 57,6 Milliarden Euro im Jahr 2017 werde inzwischen jeder zehnte Euro im Internet ausgegeben. Wie online-interessiert sind die potenziellen Kunden des Aachener Einzelhandels? Für gut die Hälfte der Kunden ist es wichtig, sich online über Geschäfte in Aachen informieren zu können bzw. online prüfen zu können, ob Ware in den Geschäften verfügbar ist. Fast jeder Dritte gibt an, in den Innenstadtgeschäften auch online bestellen zu wollen. 40 Prozent ist es wichtig, online bestellte/reservierte Ware in der City abholen zu können.

Laut aktueller Analyse gaben 2018 nur noch 19 Prozent der Befragten an, verstärkt online einzukaufen und demzufolge die City weniger zu besuchen (gegenüber 24 Prozent 2016). Ganz gegen den Trend wirkt hingegen die Aussage, dass der Anteil derjenigen, die gar nicht online shoppen, von 25,1 Prozent im Jahr 2016 auf 39,3 Prozent 2018 gestiegen ist.

Aachener selber sehen in ihrer Stadt Probleme mit der Sauberkeit und vergeben eine Schulnote 2,8, auswärtige Besucher urteilen mit 2,5 gnädiger. Die Werte liegen in etwa bei denen aus dem Jahr 2016. Auch in Sachen Sicherheit bleibt das Bild gleich: Mit einer Note von 2,5 (Aachener) und 2,3 (Auswärtige) liegen die Werte auf dem Niveau der vorherigen Analyse.

Einschätzung des Handelsverbandes

„Das Einkaufen hat an Bedeutung verloren“

Dass der Freizeit- und Sightseeingbereich überdurchschnittlich gut bewertet wird, ist laut Jörg Hamel, Geschäftsführer des Handelsverbandes Aachen-Düren-Köln, eine der zentralen Erkenntnisse der aktuellen Studie. Ein großes Problem aus Sicht des Einzelhandels, denn Aachen schaffe es offensichtlich nicht, aus möglichst vielen Besuchern der Stadt auch Kunden für den Handel zu machen. „Das hat sich ja zuletzt auch bei den Weihnachtsmärkten gezeigt“, so Hamel gegenüber unserer Zeitung. „Die Stadt war proppenvoll, der Handel profitierte davon aber nicht.“

Es gelte, Lösungsansätze zu erarbeiten, um aus Besuchern der Innenstadt auch Kunden für den Einzelhandel zu machen.

 

 

Eisstockschießen mal ohne Eis

So langsam bekommt man ein Gefühl für das bevorstehende Weihnachtsfest. Auch in Aachen wird fleißig gewerkelt, damit vom 23.11. bis 23.12.18 der 46. Große Weihnachtsmarkt in der historischen City starten wird. Sportiver geht es aber bis zum 6. Januar 2019 am Aachener Holzgraben zu, nur einen Katzensprung von Dom und Rathaus entfernt. Eisstockschießen findet dann mitten in der Stadt auf Acrylglas-Bahnen statt.

„Bunt wird es werden“, sagte Gastronom Alwin Fiebus, der drei jeweils zwölf Meter lange Bahnen in seinem überdachten „Hexenhof“ installiert hat. Ein System aus der Schweiz .Drei Teams à acht Personen finden dann im Zelt Platz, um gegeneinander zu wetteifern. Zwischen bunten LEDs entlang der Spielbahnen werden die Teams von außen einsehbar angefeuert werden können. Eine Mordsgaudi nach Voranmeldung. Eisiges Ausrutschen geht auch nach ein paar Glühweinen so nicht, denn die Oberfläche ist nicht rutschig und die Eisstöcke sind nur rund 1,5 Kilogramm schwer und leicht zu bedienen. „24 Personen pro Turnus können mit Freunden oder der Firma feiern“, so Fiebus.

„Wir wollen neben traditionellen Angeboten auch neue Wege beschreiten, den historischen Kern der Altstadt für Besucher zum Beispiel über den Holzgraben hinaus gen Adalbertstraße erweitern“, betonte „Mister Weihnachtsmarkt“ Manfred Piana, Geschäftsführer des Märkte und Aktionskreises City (MAC), bei der Vorstellung des diesjährigen Konzepts für die Budenstadt in der Kaiserstadt. Zum 36. Mal zeichnet er für den Aachener Weihnachtsmarkt verantwortlich, der auch in diesem Jahr vermutlich wieder zwischen 1.700 bis 1.800 Busse mit ihren Gästen anlocken wird. „Etwa 75 Prozent der rund 145 Aussteller stammen aus der Region“, unterstrich Piana bewusst. Insgesamt habe man für eine Aufwertung der Stände, mehr Raum für die Gäste und viel Licht gesorgt.

Für jeden Weihnachtsmarkt dieser Größenordnung muss ein Verkehrs- und Sicherheitskonzept Vertrauen schaffen für die Besucher aus nah und fern. Verkehrskadetten weisen frühzeitig auf befahrbare Straßen und Parkhäuser hin. Noch besser ist es jedoch, den ÖPNV zu benutzen oder P&R-Plätze anzusteuern. Am besten am Tivoli, von dort fahren regelmäßig Shuttle-Busse in die City. Fünf Euro für fünf Leute, so lässt sich die Regel für den Tarif zusammenfassen. Und automatisch absenkbare Pilomaten werden zusätzlich zur Absicherung der Veranstaltungsflächen in Betrieb genommen. Kein Durchkommen für Kraftfahrzeuge also im innerstädtisch sensiblen Bereich. „Wer den Markt entspannt genossen hat, könnte auch bei freiem WLAN ein Voting für Aachen abgeben, damit wir unter den TOP 10 in Europa bleiben“, fügte Piana hinzu. Weitere interaktive Informationen gibt es im Netz. (ff)

www.aachenweihnachtsmarkt.de

www.christmas.ebdest.in

Voller Elan für den Weihnachtsmarkt: Manfred Piana (li.), Geschäftsführer des Märkte und Aktionskreises City (MAC) und Heiko Bannwarth Junior-Chef eines anliegenden Gastronomiebetriebes, freuen sich auch auf sportive Unterhaltung. © Frank Fäller

 

 

 

 

 

 

Quelle: https://www.kabinett-online.de/aachen-euregio-maas-rhein/eisstockschiessen-mal-ohne-eis/

 

Aachener Weihnachtsmarkt öffnet am 23. November  –  einen Monat lang fröhlich genießen

Aachen.  Es ist wieder so weit! Der Aachener Weihnachtsmarkt öffnet seine Türen und Sie  können live mit dabei sein,  wenn er am 23. November um 19 Uhr offiziell eröffnet wird.

Von dann an haben Sie bis zum Sonntag, dem 23. Dezember, die Möglichkeit sich an einem der schönsten Weihnachtsmärkte Europas zu erfreuen.

Besuchen Sie  zusammen mit tausenden von internationalen Gästen den 46. Aachener Weihnachtsmarkt und lassen Sie sich vom Budenzauber und Lichterglanz rund um den Dom und das Rathaus verzaubern.

Über 130 Händler, Handwerker, Künstler und Gastronomen bieten  eine Reise für alle Sinne: herrlicher Glanz im Weihnachtsschmuck, Düfte von Glühwein, Kerzen und Printen, festliche Musik und Handwerkliches aus den traditionellen Werkstätten. Weihnachtliche Klänge und der herrliche Duft von Aachener Printen, Zimtsternen, Marzipan, Maronen und edlen Gewürzen liegen dann für einen Monat in der Luft und locken Jung und Alt in die Kaiserstadt.

Denn nicht umsonst zählt der Weihnachtsmarkt in Aachen zu den bekanntesten und schönsten in ganz Deutschland und wurde auch 2017 wieder in die Riege der Top 10 Europas gewählt. Auch in diesem Jahr ist Aachen erneut nominiert für das Voting um die Auszeichnung „Best European Chrismas Market“. Die Abstimmung läuft wie in den vergangen Jahr über zehn Tage. In der Zeit vom 30. November bis 10. Dezember darf wieder jeder online unterwww.christmas.ebdest.in für den schönsten Weihnachtsmarkt Europas abstimmen. Wird es 2018, mit Ihrer Unterstützung, wieder für die TOP 10 oder in diesem Jahr gar für Platz 1 reichen? Machen Sie mit und voten Sie für Ihren Aachener Weihnachtsmarkt!  

Der Aachener Weihnachtsmarkt glänzt nicht nur mit Geschichte und Traditionen! Nein! In der Kaiserstadt werden Tradition und die Moderne miteinander vereint. Der Beweis dafür ist unter anderem die Homepage des Weihnachtsmarktes sowie sein Facebook und Instagram Account. Des Weiteren stellt die Stadt Aachen in Kooperation mit NetAachen auch in diesem Jahr gratis W-LAN für alle Besucher des Aachener Weihnachtsmarktes zur Verfügung – und zwar unbegrenzt und kostenfrei. Selten war das Schlendern und Stöbern auf einem Weihnachtsmarkt so einfach und unkompliziert: In der einen Hand die Tasse mit dem leckeren Glühwein und in der anderen das Smartphone, „www.aachenweihnachtsmarkt.de“ eintippen und sofort sehen, welche Stände sich wo befinden

Der Printenmann steht! Der Baum ist beleuchtet! Nun  ist der Aachener Weihnachtsmarkt offiziell eröffnet!

Aber das ist noch nicht alles! Auch am Ende, kurz vor Heiligabend, am 20. Dezember, wird es auf der Katschhofbühne um 18 Uhr noch einmal richtig spannend, wenn die zehn Gewinner des großen Weihnachtsmarkt-Gewinnspiels gezogen werden

Besuchen Sie auch unsere beiden Adventsmärkte am Holzgraben und Kugelbrunnen. Am Holzgraben lockt in diesem Jahr eine ganz neuen Attraktion in Aachens Innenstadt: Eisstockschießen! Auf drei Bahnen können dort bis zu 24 Personen parallel spielen und in kleinen Gruppen jede Menge Spaß miteinander haben. Ob Firmenfeier, Vereinsausflug oder Freizeittreff mit Freunden – Eisstockschießen bietet die Gaudi für jedermann – von klein bis groß, von jung bis alt.

Genießen Sie zusammen mit anderen weihnachtsbegeisterten Menschen die vorweihnachtliche Atmosphäre und zählen Sie die Tage bis Heiligabend!

Auch das Weihnachtsgeschenk für die Lieben darf in der Vorbereitung nicht fehlen.  Der verkaufsoffene Sonntag, am 9. Dezember von 13 bis 18 Uhr, ist dafür die perfekte Gelegenheit. Lassen Sie sich bei hoffentlich schönem Wetter von Aacheners Einzelhändlern beraten und durchstöbern Sie die Geschäfte. Lastminute-Geschenkebesorger haben am 15. Dezember ebenfalls noch die Chance auf einen entspannten Einkaufsbummel, denn an diesem Samstag laden der Weihnachtsmarkt und die Geschäfte bis 22 Uhr zum Late-Night-Shopping ein.

Damit alle Besucher gut in die Innenstadt kommen und den Weihnachtsmarkt und das täglich wechselnde Bühnen- und Kinderprogramm ohne Stress erleben können, bietet das Park-and-Ride-Ticket (P&R-Ticket) ein entspanntes An- und Abfahren. Über 1600 P&R-Parkplätze stehen in Aachen zur Verfügung: Westfriedhof (Vaalser Straße), Waldfriedhof (Monschauer Straße), Tivoli-Parkhaus (Krefelder Straße) und Parkplatz Jülicher Straße/Berliner Ring. Das Prinzip ist einfach: auf den P&R-Parkplätzen den Pkw abstellen und mit bis zu fünf Personen per Bus in die Innenstadt oder zum Weihnachtsmarkt hin- und wieder zurückfahren – für nur fünf Euro. Die P&R-Tickets können bei den Fahrern der Busse erworben werden. Im Tivoli-Parkhaus gilt das an der Einfahrt gezogene Parkticket als Fahrausweis.

Info: Der Aachener Weihnachtsmarkt öffnet am 25. November (Totensonntag) erst ab 18 Uhr.

Aktuelle Informationen finden Sie auf www.aachenweihnachtsmarkt.de

 

Artikel der Aachener Zeitung, 01.09.2018

Der wahre Wonnemonat ist eingeläutet

Fast drei Dutzend Bands verwandeln die City beim September Special vier Tage lang in eine riesige Konzertarena.

Von Matthias Hinrichs

Aachen Noch war das erste Kalenderblatt des schönsten aller Öcher Monate nicht abgerissen, da lieferte ein waschechter „Shooting Star“ der euregionalen Songwriter-Szene sozusagen den bittersüßen akustischen Aperitif zum nächsten, wahrlich opulenten musikalischen Menü namens September Special 2018. Nicht von ungefähr konnte Hessam Rassouli mit seiner Gitarre und der taufrischen Ballade „Kein Liebeslied“ im Haus der Städteregion bereits die Herzen eines ziemlich großen Publikums erobern – nämlich in Gestalt einer beachtlichen Presseschar und einer noch beachtlicheren Zahl von Organisatoren. Denn wenn sich vom 13. bis 16. September fast drei Dutzend Kombos praktisch aller Genres auf fünf Plätzen in der City ein Stelldichein geben, geht auch ein monatelanger Kraftakt etlicher Macher buchstäblich über die Bühne.

„Bestes Marketing für die Stadt“

Einmal mehr ziehen die Kulturprofis von Stadt, Städteregion, Märkte- und Aktionskreis City, von RWTH, Musikbunker und Burg Wilhelmstein (sowie, nicht zu vergessen, viele, viele ehrenamtliche Helfer) an einem (Saiten-)Strang, um abertausende Fans des bewährten Live-Reigens mit bester konzertanter Kost zu verwöhnen. Und mit ihnen natürlich eine Vielzahl von Sponsoren, ohne die der spätsommerliche Marathon der Musen keinesfalls auf die Beine zu stellen wäre. So konnten Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Aachens Bürgermeister Norbert Plum am Freitagmittag mit sichtlicher Freude ins sprichwörtliche gemeinsame Horn blasen, um die stolze Melodie der kreativen Kooperation anzustimmen, wenn man das mal so feierlich formulieren darf. „Wir freuen uns auf ein fantastisches Event, das die gesamte Innenstadt wieder in einen einzigen großen Kulturraum verwandeln wird“, sagte Etschenberg. „Dank der vielen Unterstützer bieten wir damit natürlich auch bestes Marketing für Aachen und die Region – und das zum Nulltarif für alle Gäste“, frohlockte Plum.

Wobei die Stafette der Stars auf Markt, Münsterplatz und Katschhof, im Elisengarten und vor dem Super C am Templergraben abermals denkbar weit über die Grenzen des Talkessels hinausreicht. International angesagte Bands wie die Schweizer Pop- und Folk-Formation Marey – sie unterbricht ihre aktuelle Tournee im Alpenstaat exklusiv für die Fans im Dreiländereck –, die „klassische“ Rock-Kombo Okta Logue – sie hat schon mit Altmeistern wie Neil Young die Bühnenbretter strapaziert – oder das gefeierte belgische Electro-Ensemble Fugu Mango sind wieder ebenso mit von der Partie wie etliche bekannte regionale Helden à la Mika Allstars & Friends (mit Startrompeter Christoph Titz), die Big Band der Sparkasse, The Cable Bugs oder die Finalisten des Stawag Music Awards – zum Beispiel (siehe Info) . . .

Und natürlich wäre das phonstarke Festival-Flair nicht komplett ohne eine Vielzahl kulinarischer und kabarettistischer Leckerbissen der lokalpatriotischen Art. Zur zweiten Auflage von „Aachen – hausgemacht!“ zaubern ausgesuchte Könner (nicht nur) der örtlichen Küche zum Start am 13. September sogleich feinste Gaumengenüsse zum Probieren auf die Marktbühne. Beim „Öcher Ovvend“ tags darauf auf dem Münsterplatz zünden die Meister der Mundart ein funkelndes Feuerwerk der Gags. Und unterm Riesenrad auf dem Katschhof lockt bereits ab 12. September ein kunterbunter Hüttenzauber mit feinsten flüssigen und festen Gaumenfreuden nebst – nicht zu vergessen – einem prallen Programm für die Jüngsten.

Spezielle Gratulation allen gereifteren Glückspilzen also, die auch nach Ferienende noch ein paar Urlaubstage in ihren ganz persönlichen Kalender eintragen können.

Info

Musik, Musik, Musik, Mundart, kulinarische Köstlichkeiten und Kurzweil für Kids

Das komplette Programm:

Elisengarten: Donnerstag, 13. September: Saint City Orchestra (20.30 Uhr); Freitag, 14. September: Electric Swing Circus (20.30 Uhr); Samstag, 15. September: Big Band der Sparkasse (14 Uhr), „Sein“ – Show der Begegnung (16 Uhr), Bonita & The Blues Shacks (20.30 Uhr); Sonntag, 16. September: Rassouli & Band (14.30 Uhr), Mika Allstars & Friends (20.30 Uhr).

Markt: Donnerstag: „Aachen hausgemacht!“, Kochshow (19.30 Uhr); Freitag: Steal a Taxi (20 Uhr); Samstag: Blasorchester Aachen-Haaren (13.30 Uhr), Shabby Chic‘s (16 Uhr), „Sein“ – Show der Begegnung, die Zweite (18 Uhr), Fugu Mango (20 Uhr); Sonntag: Solidaritätslauf (11 Uhr), 14. Stawag Music Award, mit Gemini, Stunde Zehn und The Vult (16.30 Uhr), Querbeat (18 Uhr).

Münsterplatz: Donnerstag: Claim 21 (20.15 Uhr); Freitag: Öcher Ovvend (20.15 Uhr); Samstag: Hey Hey (13.30 Uhr), Saturday Night Fish Fry (15.30 Uhr), Nyne (20.15 Uhr); Sonntag: 5er Ticket (14.15 Uhr), The Cable Bugs (16.15 Uhr).

Templergraben: Freitag: Prismode & Solvane (19 Uhr), Miss Melera (20.30 Uhr); Samstag: Lights Out (16 Uhr), Marey (18 Uhr), Okta Logue (20.30 Uhr); Sonntag: Raw Raw Content (16 Uhr), Kex Kuhl (18 Uhr), Lehmanns Brothers (20.30 Uhr).

Katschhof: ab Mittwoch, 12. September: „Katschhof kulinarisch“ unterm Riesenrad und ein abwechslungsreiches Kinderprogramm.

www.aachenseptemberspecial.de

(C) H. Lachmann

 

Artikel der Aachener Zeitung, 08.06.2018

Fetzige Musik und Gratis-Häppchen

Das September Special geht vom 13. bis 16. september in die zwölfte Runde. Querbeat als krönender abschluss.

Von Annika Kasties

Aachen. Wenn alles „normal“ läuft, dann hat Marcel Philipp schon eine vage Vorstellung davon, was der Öcher Himmel am 13. September zu bieten haben könnte: Regen, Regen, Regen. Aber: „Dann wird’s besser!“, versicherte ein sichtlich entspannter Oberbürgermeister am Donnerstag augenzwinkernd mit Blick auf das September Special, das dieses Jahr in die zwölfte Runde geht. Mit dem viertägigen Großevent will die Stadt vom 13. bis 16. September wieder musikalisch und stimmungsvoll den Sommer ausklingen lassen. Dass bei dem Event traditionell auch der ein oder andere
Regenschauer zum Programm gehört, soll dessen Beliebtheit aber keinen Abbruch tun. Dafür wollen die Veranstalter erneut mit einem abwechslungsreichen Kultur- und Unterhaltungsprogramm mit lokalen, nationalen und internationalen Künstlern auf fünf Bühnen im Herzen der Stadt sorgen – unter freiem Himmel.

Auf fünf Bühnen wird gefeiert „Das September Special ist eine tolle Marketingkampagne für Aachen mit einer Strahlkraft bis ins benachbarte Ausland“, betonte Klaas Wolters, Aufsichtsrat des Märkte und Aktionskreises City (MAC), der das Event mit der Stadt veranstaltet; auch die RWTH Aachen ist wieder als Kooperationspartnerin dabei. Mit einer Mischung aus Soul und Funk über Rock, Pop und Jazz bis hin zu Electro sollen somit nicht nur die Öcher zu den fünf Bühnen – im Elisengarten, auf Münsterplatz, Katschhof und Markt sowie am Templergraben – gelockt werden. „Es ist auch eine schöne Gelegenheit für alle, Gäste nach Aachen  einzuladen“, so Wolters, der sich naturgemäß auch einen Impuls für den lokalen Einzelhandel und die Gastronomie erhofft. Den Auftakt macht nach der offiziellen Eröffnung am Donnerstag auf der Marktbühne die Show

„Aachen – hausgemacht!“. Unter der Moderation von AZ-Redakteur Robert Esser und Stadtsprecher Bernd Büttgens werden nicht nur Aachener Innovationen aus dem Forschungsbereich der Hochschulen präsentiert. Es gibt zudem noch lokale und regionale Kochtipps, spannende Talks,Musik und jede Menge Gratis-Häppchen für das Publikum. Dass die Angehörigen der RWTH nicht nur forschen und lehren, sondern auch feiern können, bekräftigteRWTH-Sprecher Thorsten Karbach. Deshalb ist die Hochschule zum dritten Mal in Folge als Kooperationspartnerin dabei. Mit einem überwiegend elektronischen Programm auf der Bühne am Templergraben soll vor allem das jüngere Publikum angesprochen werden. Lars Templin vom Musikbunker, der für die Auswahl der Künstler auf der RWTH-Bühne verantwortlich ist, hat dafür eine Kombination aus Live-Musik und DJ-Sets – unter anderem Miss Melera aus Amsterdam und Solvane&Prismode aus Berlin – in petto. Orientalische wie auch rockige Klänge verspricht Hans Brings,
Veranstaltungsleiter der Burg Wilhelmstein, für das musikalische Programmauf dem Markt. Wie gehabt in „Aachener Hand“ ist das Programm auf dem Münsterplatz. Zu sehen sind dort unter anderem die lokalen Bands „Claim 21“ und „Hey Hey“. Im Elisengarten wird Rick Takvorian, Leiter des Veranstaltungsmanagements im Kulturbetrieb, unter anderem die englische Band The Electric Swing Circus begrüßen. Eine Neuerung für den Stawag Musik Award verkündete Eva Wußing von der Stawag. Ab sofort können sich Bands aus der Region online bewerben. Bewerbungsschluss ist der 28. Juni. Dann entscheidet ein Online-Voting der Fans (2. bis 12. Juli) welche drei Bands am 16. September beim großen Finale auf der Marktbühne rocken werden. Als krönender Abschluss folgt am Sonntag der Auftritt der Kölner Brassband Querbeat. Wer es dagegen lieber etwas gemütlicher hat, der ist laut MAC-Vorstand
Manfred Piana auf dem Katschhof genau richtig: Dort gibt es nicht nur am Samstag und Sonntag ein Kinderprogramm. Auch das beliebte Riesenrad lädt zur entspannten Runde mit toller Aussicht ein – ob nun mit oder ohne Regen.

(c) Kahlen

 

Artikel der Aachener Zeitung, vom 28.04.2018

Sonniges Urlaubsfeeling mitten im Elisengarten

„Aachen nimmt Platz“ : Neue Auflage der Liegestuhlaktion. Initiative „Einkaufen in Aachen“ sorgt für entspannte Shoppingpausen. Reservierungen mit Handtüchern sind nicht erlaubt. Schon kurz nach dem Start alle Plätze belegt.

Aachen. Ordnung muss sein, auch im freizeitlichen Treiben in der Innenstadt. So blickte Till Schüler um kurz vor 11 Uhr prüfend, ob denn alle Liegestühle im Elisengarten auch in Reih und Glied standen. „Dieses Mal sind sie himmelblau – genau wie der Himmel heute selbst“, sagte er und setzte sich auf einen der insgesamt 100 Liegestühle, die im Rahmen der Aktion „Aachen nimmt Platz“ bereits zum dritten Mal von den Akteuren des Zusammenschlusses „Einkaufen in Aachen“ aufgestellt wurden.

Dieser ist eine Initiative der Stadt Aachen, des Aachen Tourist Service und des Märkte -und Aktionskreises City (MAC) – gemeinsam mit ECE Projektmanagement sowie weiteren Akteuren des Einzelhandels. „Uns geht es darum, mit der Aktion den innerstädtischen Einzelhandel aufzuwerten und zu fördern“, betonte Schüler, Organisator seitens des Initiativkreises Innenstadtmarketing. Er ergänzte: „Die Liegestühle laden zum Verweilen ein und man hat die Möglichkeit, sich eine kurze Pause vom Shoppen zu gönnen. Die Innenstadt lebt vom Einzelhandel – und wir möchten das Erlebnis so attraktiv wie möglich gestalten.“

Neben den 100 blauen Liegestühlen gingen weitere 50 an verschiedene Läden, damit Kunden zwischen Hosen und Röcken ebenfalls kurz Kraft tanken konnten. Dass die Aktion schon lange kein Geheimtipp mehr ist, wurde deutlich, als bereits um fünf Minuten nach 11 Uhr so gut wie alle Liegestühle belegt waren. Reservierungen mit Handtuch oder ähnlichem waren nicht gestattet. Wer eine Liege sein Eigentum nennen wollte, der musste bis zum Nachmittag warten. Denn ab 16 Uhr durfte man einen mit nach Hause nehmen.

„Die Innenstadt lebt vom Einzelhandel – und wir möchten das Erlebnis so attraktiv wie möglich gestalten.“ – Organisator Till Schüler

Doch schon vorab nutzten Jung und Alt die Gelegenheit, um bei herrlichem Wetter in aller Ruhe die Sonne zu genießen. „Wir schauen mal, wie lange wir hierbleiben. Was unsere Vorräte angeht, reichen die locker für mehrere Stunden“, erzählte Jule Schneider, die mit Kind und Mann ordentlich Proviant eingepackt hatte, eine Decke für Tochter Maya ausbreitete und es sich mit einem Buch im Liegestuhl bequem machte.

Nach und nach fanden auch viele mit Tüten bepackte Familien den Weg in den Elisengarten. Die einhellige Meinung aller: So macht Einkaufen richtig Spaß.

Foto: Andreas Schmitter

 

 

Artikel der Aachener Zeitung, vom 28.04.2018

Geschäfte zum CHIO dekorieren – und Preise gewinnen!

Schaufensterwettbewerb kombiniert Reitsport mit Partnerland China. Alle Einzelhändler gefragt. Jeder Teilnehmer erhält Tickets.

Aachen. Ein Parcours aus Essstäbchen, Drachen im Sattel – und natürlich massenweise kunterbunte Lampions: Dank des neuen Partnerlandes China eröffnen sich in Sachen Dekoration beim 26. Schaufensterwettbewerb zum Aachener Reitturnier CHIO neue Welten. Jeder Einzelhändler, der sein Geschäftsfenster thematisch zum Weltfest des Pferdesports schmückt, wird (mit einer Begleitperson) am Soerser Sonntag, 15. Juli, vom Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) auf das Turniergelände zu einem Sektempfang eingeladen. Zusätzlich gibt es zwei Freikarten für einen Turniertag des CHIO. Und natürlich winken auch dieses Jahr wertvolle Preise für die besten teilnehmenden Geschäfte – tolle Reisen, Tickets, Dinner-Gutscheine und vieles mehr. In der Regel gratuliert vor Ort Oberbürgermeister Marcel Philipp persönlich.

Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass das Schaufenster vom 18. Juni bis zum Turnierende am 22. Juli 2018 mit CHIO- und Partnerlandmotiven dekoriert ist. Turnierdirektor Frank Kemperman freut sich dieses Jahr über besonders kreative Gestaltungen: „China ist mal etwas ganz anderes“, sagt er. „In der
Soers schlägt selbstverständlich das Herz des Pferdesports. Aber wir freuen uns natürlich, wenn in der ganzen Stadt CHIO- und China-Motive in den Schaufenstern auftauchen. Das ist toll für auswärtige Besucher, wunderschön für alle Aachener – und es ist natürlich auch eine großartige Werbung fürs das Weltfest des Pferdesports“, frohlockt Kemperman.

Der Schaufensterwettbewerb ist eine gemeinsame Aktion von ALRV, Zeitungsverlag Aachen, Märkte und Aktionskreis City (MAC) sowie der Stadt. Jürgen Carduck, Werbemarktleiter des Zeitungsverlags, betont: „Die Resonanz unserer Leserinnen und Leser, durch deren Stimmen der Publikumspreis unter allen Schaufenstern ermittelt wird, ist jedes Jahr erfreulich hoch. Großartig ist, dass jeder, der abstimmt, die Chance auf hochwertige Verlosungspreise hat.“ Auszeichnungen für die schönsten Schaufenster-Dekorationen gibt es in zwei Kategorien: „Bestes Schaufenster – Jury-Preis“ und „Bestes Schaufenster – Publikumsgewinner“. „Unter allen Geschäftsleuten, die teilnehmen, verlosen wir zudem einen Gutschein für ein exquisites Essen für zwei Personen im Wert von 250 Euro“, erklärt MAC-Geschäftsführer Manfred Piana. Eine Auswahl der von einer Jury ausgewählten 20 attraktivsten Schaufenster wird in unserer Zeitung Ende Juni veröffentlicht. Dann startet die Publikumswertung. Alle Schaufenster können dann auf unseren Internet-Portalen in Augenschein genommen und von allen Leserinnen und Lesern bewertet werden. Jeder, der abstimmt, kann Preise gewinnen. Den genauen Termin geben wir rechtzeitig bekannt.

Entscheidend für die erfolgreiche Teilnahme sind vor allem folgende Faktoren: Kreativität, Konzeptqualität, Unterhaltungswert, Auffälligkeit, handwerklicher Aufwand und Mitteleinsatz. Deko-Starterpakete gibt es vom 29. Mai bis 6. Juni – solange der Vorrat reicht – bei der Stadt Aachen und beim ALRV (siehe Info-Box).

Anmeldung und Infos zum Wettbewerb

Für alle Fragen und Anregungen zum Thema Schaufensterwettbewerb steht Rebecca Lünemann vom Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) zur Verfügung. Bei der Stadt Aachen ist Jessica Rienaß die Ansprechpartnerin.

Anmelden können sich Einzelhändler noch bis zum 15. Mai für den Wettbewerb. Antragsformulare kann man per Fax (0241/9171181) anfordern oder per E-Mail (schaufenster@chioaachen.de). Weitere Infos gibt es unter ☎ 9171183.

 

 

Artikel der Aachener Zeitung, vom 22.11.2017

Budenzauber

Freitag öffnet der 45.AachenerWeihnachtsmarkt. Es gibt einige Neuerungen. Zauberhaftes Flair wichtiger als reiner kommerz. Tipps für Besucher.

Aachen. „Wir wollen keine Kirmes mit Tannengrün!“, betont Klaas Wolters. Auch der Vorsitzende des Märkte und Aktionskreises City (MAC) – seit Jahrzehnten Ausrichter des Aachener Weihnachtsmarktes – legt besonderen Wert auf das einzigartige Flair des Öcher Budenzaubers. Immerhin landete man auch 2016 wieder in der Riege der fünf schönsten Weihnachtsmärkte Europas (www.christmas.ebdest.in). Ab Freitag (offizielle Eröffnung um 19 Uhr auf dem Katschhof) erwarten rund 130 Händler hunderttausende Besucher bis zum 23. Dezember im „magischen Budenzauber“.

Rund 130 Händler räumen gerade ihre Holzhütten ein: mit Kerzen, duftenden Ölen, allerlei Geschenken – und natürlich Glühwein und Co. Gestern Mittag wurde der rund zehn Meter hohe Baum neben dem Karlsbrunnen platziert, erstmals verankert in zehn Tonnen Zementballast. „Auch wir waren überrascht, als der Windkanaltest der FH Aachen für unseren Weihnachtsbaum den cw-Wert eines ausgewachsenen Lkw und damit ein so hohes Ballastgewicht ergab, um auszuschließen, dass er – wie vergangenes Jahr – nochmal umfällt“, erklärt MAC-Geschäftsführer Manfred Piana. Die MAC-Experten haben auch für die 45. Auflage des Weihnachtsmarktes – der sechs Tage kürzer als im Vorjahr ist – einige Optimierungen ausgetüftelt: Durch bis zu 1,50 Meter breitere Gänge auf dem Markt und dem Katschhof sollen Engstellen entschärft werden. An der Katschhofseite vor dem Dom pflanzte man auf der vormals weiten Freifläche neben dem Glühweinstand noch weitere Holzbuden, die rückwärtig als Unterstände von Glühweinliebhabern genutzt werden können. Eine weitere Engstelle beseitigte man an der Hartmannstraße. Der dortige Glühweinstand „Hütte 16“ zog – mit großer Außenterrasse – an den Rand des Elisengartens. „Wir haben zudem durch einige Umbauten auf dem Katschhof nun auch dafür gesorgt, dass das Centre Charlemagne während des Weihnachtsmarktes mehr in den Blick der Besucher rückt“, erläutert Piana. Ebenso auffällig: Die sogenannten „Terrorpoller“, die ab Freitag bei Großveranstaltungen aus Sicherheitsgründen die Zufahrt von der Jakobstraße Richtung Markt blockieren. Sie sollen laut Stadt rechtzeitig funktionieren.

Eng dürfte es – vor allem samstags – auf den Straßen rund um die historische Altstadt werden. Nicht nur weil insgesamt über 100 Parkplätze in den sanierungsbedürftigen beziehungsweise abrissreifen Stadtparkhäusern an der Mostard-straße und am Büchel gesperrt sind. Barbara Kirchbrücher, zuständig fürs städtische Verkehrsmanagement, empfiehlt deshalb die 1600 P&R-Parkplätze am Westfriedhof (Vaalser Straße), Waldfriedhof (Monschauer Straße), Tivoli-Parkhaus (Krefelder Straße) und auf dem Areal Jülicher Straße/ Pariser Ring. Für fünf Euro können bis zu fünf Personen per P&R-
Ticket mit dem Bus in die Innenstadt und zurück fahren. Beim Tivoli-Parkhaus reicht das Parkticket als Fahrausweis. „Im Vergleich zu 2015 zählten wir 2016 mit 16 000 Nutzern schon doppelt so viele P&R-Kunden – Tendenz steigend“, freut sich Kirchbrücher. Für bis zu 1800 Busse mit auswärtigen Besuchern ist der Bendplatz reserviert. Am Sonntag, 10. Dezember, sind zudem viele Geschäfte rund um den Weihnachtsmarkt geöffnet, wie beim Late-Night-Shopping am Samstag, 16. Dezember, bis 22 Uhr. Trotzdem gilt laut MAC das Prinzip: „Qualität vor Kommerz!“

Rund 130 Händler verkaufen ihre Ware

Der Weihnachtsmarkt hat von Freitag, 24. November, bis Samstag, 23. Dezember, täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet. Ausnahmen sind Totensonntag, 26. November (von 18 bis 21 Uhr), das Late Night Shopping am 16. Dezember (bis 22 Uhr) und Samstag, 23. Dezember (bis 20 Uhr). Das Rahmenprogramm beginnt kommenden Freitag um 18.30 Uhr mit dem Auftritt des Instrumentalvereins Richterich. Um 19 Uhr wird dann der Markt feierlich eröffnet.

Rund 130 Händler beziehen die Stände auf dem Markt, dem Katschhof, dem Münsterplatz, am Holzgraben und am Kugelbrunnen. Knapp zwei Drittel der Kaufleute sind aus der Region.

An 60 Prozent der Stände gibt es Geschenkartikel zu kaufen, an 20 Prozent Getränke und Speisen, an 13 Prozent der Stände werden Printen verkauft, an den sieben weiteren Prozent gibt es „Sonstiges“.

Weitere Infos im Internet:

aachenweihnachtsmarkt.de

(C) Andreas Steindl

 

Artikel der Aachener Zeitung, vom 18.09.2017

Schlechtes Wetter? Bei der Musik egal!

Das September Special lockt am Wochenende mit einem tollen Programm scharenweise Aachener in die Stadt

Aachen. Als am Samstagabend um kurz nach halb neun „The Local Ambassadors“ die Bühne im Elisengarten betraten, waren der vorherige heftige Regenschauer und das kurze Gewitter blitzschnell vergessen. Warum? Weil die multikulturelle Formation, die im Rahmen des September Specials auftrat, Sonne im Herzen trug und in ihrer Musik weitergab. Das mag kitschig klingen, aber mit ihren warmen, rhythmischen Klängen lockten die „Botschafter des Grooves“ tatsächlich den Letzten aus seinem provisorischen Regen-Refugium hervor, sodass sich der leergefegte Elisengarten in Nullkommanix wieder füllte. Jazz, Soulgesang, Rap, Afrobeat, Salsa, R’n’B und Pop – da konnten selbst notorische Tanzmuffel nicht stillstehen. Auch Sabrina Kranz, die mit ihren Freundinnen losgezogen war, zeigte sich begeistert: „Als Öcher hatten wir natürlich vorsorglich Schirm und Regenjacke eingepackt. Jetzt tanzen wir uns warm!“

Dass die Aachener schlechtwetterresistent sind, bewiesen auch die Menschentrauben, die sich an diesem Abend vor den anderen beiden Bühnen in der Innenstadt bildeten. Auf dem Münsterplatz feierte die Coverband „Wheels“ mit dem Publikum nicht nur ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum, sondern auch eine stimmungsvolle Party mit Titeln, die jeder mitsingen oder zumindest mitsummen konnte. Auf dem Markt gab es eine mitreißende Show der anderen Art: Hier „wütete“ die sechsköpfige Brüsseler Band „La Chiva Gantiva“ im flackernden Scheinwerferlicht. Temperamentvoll, elektrisierend, ohrenbetäubend gut! Am Templergraben waren nach den Auftritten von „Chaplin“ und „Männi“ abends mit „Shkoon“ orientalische Klänge angesagt, die gekonnt mit Downtempo-Deep-House-Vibes verschmolzen.

Bereits am Nachmittag lockte das Open-Air-Bühnenprogramm, das dank vieler Sponsoren keinen Eintritt kostete, zahlreiche Menschen in die City. So auch Svenja Tomi, deren Kinder auf dem Markt zu Sades Klassiker „Smooth Operator“, interpretiert von der Big Band Nütheim-Schleckheim, zu tänzerischer Hochform aufliefen. „Wir besuchen jedes Jahr das September Special. Als Familienausflug ist es wirklich klasse und die Kinder haben jede Menge Spaß.“ Shopping, Sightseeing, Schlemmen, Freunde treffen, Musik, Kultur und Kinderprogramm – das sind die Zutaten der einzigartigen Veranstaltung, bei der jeder seine eigene Mixtur zusammenstellen kann.

Überwiegend sonniger Finaltag

Auf dem Katschhof gab es statt Bässen jede Menge kulinarische Genüsse und einen „Star“, der unermüdlich seine Runden drehte: das Riesenrad. Nicht nur zu einer Fahrt ließen sich zahlreiche Besucher hinreißen, der Koloss dürfte auch das beliebteste Fotomotiv gewesen sein. Einziger Wermutstropfen: Die Bühne am Templergraben vor dem RWTH-Hauptgebäude war zu bestimmten Zeiten recht spärlich besucht. Schade für die Bands. Denn an ihren Auftritten kann es nicht gelegen haben.

Am meist sonnigen Finaltag bewiesen die Stadt Aachen und der Märkte- und Aktionskreis City (MAC) als Organisatoren des viertägigen Musik-Events erneut ein gutes Händchen in puncto Musikauswahl. Um nur einige zu nennen: Vom „Popchor der Musikschule Aachen“ über die „Mighty Sleepwalkers“ bis hin zu „Grundrauschen“ ertönten verschiedenste Musikstile und Melodien in Aachens Gässchen. Der unangefochtene Publikumsliebling war eindeutig die kölsche Mundart-Kultband „Kasalla“. Wer hier zu spät kam, hatte kaum noch einen freien Blick auf die Bühne. Selten sah man den Marktplatz so voll wie bei dieser Performance. Die fünf Jungs begeisterten mit ihren Gute-Laune-Hits, die auch außerhalb der Fünften Jahreszeit funktionieren!

Am späten Abend ging es mit „Rufus Zuphall & Friends“, „Männersache“, „Con Fusion“ und „Just Emma“ auf die Zielgerade der diesjährigen Auflage. Ein tolles Finale!

Foto: Andreas Steindl

 

Achtung!

Kein verkaufsoffener Sonntag am 03.09.2017

Das Verwaltungsgericht Aachen der Klage von ver.di gegen den von der Stadt Aachen genehmigten verkaufsoffenen Sonntag am 03.09.2017 stattgegeben. Der verkaufsoffene Sonntag am 03.09.2017 kann somit nicht stattfinden!

Wir bitten um Beachtung sowie Ihre Nachbarn zu informieren und stehen bei Rückfragen gerne zur Verfügung.

 

Artikel der Aachener Zeitung, vom 30.08.2017 von Stephan Mohne

Am Sonntag müssen die Läden zu bleiben

Verwaltungsgericht kippt städtische Verordnung

Aachen. Gewerkschaftssekretär Mathias Dopatka verbucht die Entscheidung des Aachener Verwaltungsgerichts als Sieg auf ganzer Linie. Manfred Piana vom Märkte und Aktionskreis City (MAC) bezeichnet die Auffassung der Richter als „realitätsfern und weltfremd“. Der Oberbürgermeister spricht von einem Sieg unter anderem des Onlinehandels. Und für die Händler in der Innenstadt gilt: Ihre Läden bleiben am kommenden Sonntag dicht. Das ist der Tenor jener Gerichtsentscheidung. Die Richter haben eine umfangreiche Begründung niedergelegt – die in allen Punkten der Argumentation der Gewerkschaft Verdi folgt.

Verdi hatte gegen die im Juli vom Stadtrat beschlossene Verordnung zur Ladenöffnung am 3. September aus Anlass des Europamarkts der Kunsthandwerker, die vom MAC beantragt worden war, geklagt. In vielen Punkten finden die Richter der 3. Kammer deutliche Worte. So zum Beispiel bezüglich der Ausdehnung der Ladenöffnung. Laut höchstrichterlichen Urteilen muss es einen engen räumlichen Bezug zum Anlass, also hier dem Kunsthandwerkermarkt geben. Doch das sei hier keineswegs der Fall. Denn Bereiche wie die Adalbertstraße beziehungsweise das ebenfalls in dem beschlossenen Radius liegende Shopping-Center Aquis Plaza seien bis zu 750 Meter von Dom und Rathaus entfernt. Just die Stadt habe aber den Akten einen Werbeflyer für den Kunsthandwerkermarkt beigelegt. In dem stehe wörtlich „Kunsthandwerk und Design rund um Dom und Rathaus“. Der Ratsvorlage aber sei kein Hinweis zu entnehmen, warum der Ladenöffnungsbereich derart weit ausgedehnt werde. Vielmehr erfolge die Ausdehnung offenkundig aus rein wirtschaftlichem Interesse, um dem „Einzelhandel weitgehend einen umsatzstarken Verkaufssonntag zu bescheren“. Das sei zwar mit Blick auf den Internethandel verständlich, aber mit dem „verfassungsrechtlich verbrieften Schutz der Sonntagsruhe“ nicht vereinbar.

Ein zweiter Punkt: Besucherprognosen. Ebenfalls höchstrichterlich festgezurrt ist, dass der Anlass an sich mehr Besucher anziehen muss, als die Ladenöffnung alleine es tun würde. Der MAC hatte für den Kunsthandwerkermarkt „nach Erfahrungen der Vorjahre“ 250 000 Besucher angegeben und diesen die Kundenfrequenzen in der Krämerstraße entgegengestellt. Dabei habe man wohl „übersehen“, dass der Markt zwei Tage dauert, man also schon mal die Hälfte abziehen muss. Die Stadt habe die Zahlen des MAC übernommen, „offenbar ohne diese kritisch zu hinterfragen und eine eigene, nachvollziehbare und auf belastbaren Erkenntnissen basierende Prognose anzustellen“. Es fehle jeder Hinweis, dass sich die Stadt die Zahlen vom Veranstalter habe erläutern lassen. Zudem stammten diese aus 2008 und 2014, die entsprechenden Untersuchungen fehlten in der Ratsvorlage. Die Stadt hätte kritisch hinterfragen müssen, ob die Krämerstraße als repräsentativ angesehen werden kann. In einer IHK-Analyse habe sie nur Platz sechs bei den Passantenströmen eingenommen. Zudem habe zwischenzeitlich das Aquis Plaza eröffnet, doch es sei nicht untersucht worden, ob sich dadurch Zahlen geändert haben könnten. Da 2016 der Europamarkt auch mit einem verkaufsoffenen Sonntag verbunden war, hätte man auch damals schon entsprechende Analysen machen können. Und dies sind nur einige Punkte aus der Begründung der Verwaltungsrichter.

„Wenn der Handwerkermarkt kein Anlass ist, was soll denn dann ein Anlass sein?“

Marcel Philipp,
Oberbürgermeister

„Das geht an den Bedürfnissen meilenweit vorbei“, ärgert sich MAC-Geschäftsführer Piana über die Entscheidung. „Da können wir so viel Geld, wie wir wollen, in die Innenstädte pumpen, wenn durch so etwas dann absehbar die Frequenzen zurückgehen“, fügt er an. Der Gesetzgeber sei dringend gefragt, „endlich einen rechtsgültigen Rahmen zu schaffen“.

Verdi-Mann Mathias Dopatka sagt, dass solche Situationen zu verhindern seien. In Simmerath oder Monschau etwa haben wir am runden Tisch nach entsprechenden Urteilen funktionierende Kompromisse gefunden.“ Der MAC habe aber nicht ein einziges Mal das Gespräch gesucht, der Oberbürgermeister schon vor Monaten zudem mehrere Gesprächsangebote von Verdi abgelehnt.

Bereits im Frühjahr waren von vier beantragten verkaufsoffenen Sonntagen für die City drei gekippt worden, weil hier nach Klagedrohungen auch die Verwaltung skeptisch war. Geblieben war nur ein Sonntag im Advent. Ob der MAC für 2018 noch verkaufsoffene Sonntage beantragen wird, ist offen: „Ohne die nötige Rechtsgrundlage macht das keinen Sinn. Wir machen uns ja lächerlich.“ OB Philipp fragt sich: „Wenn der Kunsthandwerkermarkt kein Anlass ist, was soll denn dann ein Anlass sein?“ Die Stadt habe die Pflicht, „auch für den Einzelhandel gute Rahmenbedingungen zu schaffen“.

Die Stadt könnte Beschwerde beim OVG einlegen. Theoretisch.

 

Artikel der Aachener Zeitung, vom 27.07.2017

Mußeminuten im grünen „Wohnzimmer“

Die Liegestuhl-Aktion „Aachen nimmt Platz“ geht am kommenden Samstag im Elisengarten in ihre zweite Runde

Von:

Aachen. Für die Aachener ist der Elisengarten so etwas wie das grüne Wohnzimmer. Ab dem kommenden Samstag wird es noch eine Spur gemütlicher, dann geht die Liegestuhl-Aktion „Aachen nimmt Platz“ der Initiative „Einkaufen in Aachen“ in die zweite Runde. „Das Wetter war traumhaft, die 200 Liegestühle waren komplett weg, so dass für uns klar war, dass wir das wiederholen wollen“, meint Till Schüler von der Marketing-Agentur „Acclivis“, die bei diesem Projekt mit der Agentur „G 29“ zusammenarbeitet.

Hohe Aufenthaltsqualität

Vor zwei Jahren ging die Initiative „Einkaufen in Aachen“ mit der Unterstützung der Stadt, des Tourist-Service, des Aquis Plaza und des Märkte und Aktionskreises City (MAC) an den Start, um für die Stadt Aachen als Einkaufsstandort zu werben. „Die Einkaufsmöglichkeiten zwischen dem Adalbertsteinweg und dem Markt sind vielseitig. Außerdem ist es eine Stadt der kurzen Wege“, hebt Manfred Piana, Geschäftsführer des „Initiativkreises Innenstadtmarketing“, die Vorzüge der Kaiserstadt hervor. Außerdem zeige die Aktion, dass man in Aachen nicht nur gut einkaufen könne, sondern dass die Stadt auch über ein vielseitiges Gastronomie-Angebot verfügt und insgesamt eine hohe Aufenthaltsqualität bietet.

Das unterstreicht auch die Liegestuhl-Aktion im Elisengarten. In diesem Jahr strahlen die Stühle in Pistaziengrün, das Lila des Vorjahres findet sich im Schriftzug wieder. Damit zielt die Initiative auf den Sammelcharakter ab, ebenso wie mit dem Spruch „Das könnte ihr Neuer sein!“, der die Aktion bewirbt. Rund 100 Liegestühle stehen an den vier Sommersamstagen von 11 bis 16 Uhr auf den Stufen im Garten für Besucher bereit. Die Liegestühle dürfen nach 16 Uhr mit nach Hause genommen werden. Nicht nur Einheimische, auch auswärtige Gäste will die Aktion damit ansprechen. Unterstützt wird das zusätzlich durch einen Faltplan der Initiative, der liebevoll gestaltet auf Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie in der Innenstadt hinweist. Außerdem informiert der Plan über Parkmöglichkeiten, barrierefreies Einkaufen oder weist auf kulturelle Angebote hin.

Vier weitere Aktionen

Vier weitere Aktionen hat die Initiative in diesem Jahr noch geplant. Außerdem, stellt Schüler in Aussicht, werde das Projekt zwei weitere Jahre laufen. Eine Aktion fand Anfang Juli statt. Da verteilte die Initiative passend zur Tour de France Sattelhüllen. „Angesichts des Regens haben das viele Radler dankbar angenommen“, berichtet Schüler. Auf besseres Wetter hoffen die Veranstalter für die Liegestuhl-Aktion in jedem Fall.

Ab 16 Uhr gilt: Liegestühle zum Mitnehmen

Die Liegestühle werden am 29. Juli, am 5., 12. und 19. August von 11 bis 16 Uhr im Elisengarten aufgestellt. Ab 16 Uhr (nicht früher) können Besucher die Stühle mit nach Hause nehmen.

Der Übersichtsplan der Aktion „Einkaufen in Aachen. Alles drin!“, die für den Einkaufsstandort Aachen wirbt, liegt im Aachen Tourist Service am Elisenbrunnen sowie in den Geschäften der Innenstadt aus.

Foto: Michael Jaspers

 

Artikel der Aachener Zeitung vom 28.06.2017

SeptemberSpecial mit neuen Höhepunkten

Von: R

Aachen. Vier Tage umsonst und draußen – dabei bleibt es. Das September Special geht in schon traditioneller Art und Weise vom 14. bis 17. September auf fünf Plätzen der Innenstadt über die Bühne: mit leckerem Essen, Riesenrad und ganz viel Musik. „Diese Einladung wirkt weit über die Stadtgrenzen hinaus“, zeigte sich Oberbürgermeister Marcel Philipp gestern bei der Vorstellung des Programms überzeugt von der Strahlkraft des Stadtfestes 2.0 und versprach: „Wir wollen gute Gastgeber sein.“

Die Organisation der fünf Bühnen liegt in verschiedenen Händen. Rick Takvorian, Leiter des Veranstaltungsmanagements im Kulturbetrieb der Stadt, ist für den Elisengarten zuständig. Passend zur entspannten Atmosphäre der Grünanlage wird es dort „funky“ zugehen. „Yemen Blues“ aus Israel macht am Donnerstag den Auftakt und präsentiert mit ihrer Show „Insaniya“ eine moderne Mischung aus Tradition des Orient sowie Funk, Blues, Rock und Soul. „Die wollten wir schon lange haben“, kommentierte Takvorian. „Sven Hammond“, eine der meist gefeierten Live-Bands Hollands und – wie der Name schon sagt – große Freunde der Hammond-Orgel, gehört der Auftritt am Freitagabend. Am Samstagnachmittag tritt zunächst die Bigband der Sparkasse Aachen auf, bevor „The Local Ambassadors“ mit drei starken Stimmen als Botschafter des Grooves antreten. Der Sonntag steht im Zeichen von „Aachen Homegrown“, einem Format, das Aachener Bands die Möglichkeit gibt, sich zu zeigen. Dieses Mal sind das der Popchor der Musikschule Aachen, „The Mighty Sleepwalkers“ sowie „Ruphus Zuphall & Friends“. Eingrooven kann man sich schon mal bei der Vorpremiere „Rick’s Aachen Special“ am Mittwoch, 13. September, im Franz.

Der Münsterplatz bildet das musikalische Scharnier zwischen Elisengarten und Markt. Geschmiert wird mit Öcher Originalen wie „The Xperience“ (Donnerstag), „The Ups‘n’Downs“, „Wheels“ (Samstag), „Get Back“ und „Con Fusion“ (Sonntag). Der Freitag wird der „Oecher Ovend“, moderiert von Jan und Manfred Savelsberg.

Der Katschhof steht ganz im Zeichen der kulinarischen Genüsse – ebenfalls made in Aachen. „Da gibt es von der Sterneküche bis zu Fritten mit Bratwurst eine große Bandbreite“, sagte Manfred Piana, Geschäftsführer des Märkte und Aktionskreis City (MAC). Garniert mit der besonderen Vogelperspektive aus dem Riesenrad. Zwischen Dom und Rathaus sind auch die jungen Besucher gut aufgehoben: Die Bleiberger Fabrik eröffnet hier ihre Kinderkunstwerkstatt und auch Karlo, das Maskottchen vom Zeitungsverlag Aachen, kommt.

Die Bühne auf dem Markt obliegt Hans Brings von der Burg Wilhelmstein. Gestartet wird dort mit der Show „Aachen – hausgemacht!“ im Anschluss an die offizielle Eröffnung am Donnerstagabend – eine Show präsentiert von unserer Zeitung mit Live-Musik, Erfindungen und Kostproben ganz unterschiedlicher Art. Brings konnte außerdem „San2 and his Soulpatrol“ überzeugen, auch Aachen mit dem „Rythm&Blues-Virus“ zu infizieren (Freitag). „La Chiva Gantiva“, eine Multikulti-Band aus Brüssel, hat schon in Roskilde und beim Fusion-Festival für Furore gesorgt und kommt am Special-Samstag auch nach Aachen. Davor steht die Bigband Nütheim-Schleckheim auf der Markt-Bühne.

Nachdem der Solidaritätslauf am Sonntagmorgen möglichst viel Geld für kirchliche Arbeitslosenprojekte erbracht hat – Start ist um 11 Uhr – wird die kölschsprachige Band „Kasalla“ der Opener für den Stawag-Music-Award sein. Fünf von der Jury ausgesuchte regionale Bands sowie eine, die durch Fan-Abstimmung ausgewählt wird, treten hier bereits zum elften Mal gegeneinander an. Die Abstimmung auf der Facebook-Seite der Stawag läuft übrigens noch bis 6. Juli. Der „Männersache A Cappella Sound“ beschließt schließlich das diesjährige Special-Programm.

Zum zweiten Mal ist auch die RWTH beim September Special mit im Boot. „Die Bühne steht an der schönsten Stelle der RWTH“, meinte RWTH-Sprecher Thorsten Karbach. „Also am Templergraben vor Hauptgebäude und Super C.“ Durch diese zentrale Position bei gleichzeitig gesperrter Straße erhoffe man sich mehr Aufmerksamkeit als im vergangenen Jahr am Kármán-Auditorium. Lars Templin vom Musikbunker zeichnet für die Gestaltung verantwortlich und versprach ein „junges, innovatives Programm“ mit Elektro am Freitag, Gitarrensounds am Samstag und Jazz, Funk und HipHop (Sonntag).

Weitere Infos im Netz unter:

www.aachenseptemberspecial.de

 

Artikel der Aachener Zeitung vom 30.01.2017

Einkaufsstadt Aachen: Nur beim Parken gibt es eine gelbe Karte

Von: Albrecht Peltzer und Robert Esser

Aachen. Dieses Werk studiert Manfred Piana mit sichtlichem Vergnügen: „Vitale Innenstädte 2016“ ist die Arbeit überschrieben. Und das Beste vorweg: Aachen hat jetzt auch durch statistische Daten unterfüttert eine „vitale Innenstadt“ – trotz aller Probleme wie Leerstände, Baulücken, Filialisierung, Brachen.

Der Geschäftsführer des Märkte und Aktionskreises City (MAC) will die aktuellen Probleme nicht wegdiskutieren, aber die am Montag veröffentlichte Untersuchung des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH), die der MAC mit Unterstützung des Medienhauses Aachen in Auftrag gegeben hat, stärkt das Selbstbewusstsein, dass Aachen in Sachen Attraktivität die Konkurrenz in der Region nicht scheuen braucht.

2,4 lautet die Gesamtnote. „Damit liegt Aachen durchaus im oberen Bereich aller untersuchten Städte und über dem Bundesdurchschnitt“, sagt Nicolaus Sondermann, stellvertretender Bereichsleiter Betriebsvergleich und Controlling beim Institut für Handelsforschung. Welchen Platz Aachen exakt in der Sparte Städte bis 500.000 Einwohner belegt, wird nicht kommuniziert. „Man hat sich darauf verständigt, nur die jeweiligen Sieger zu nennen und für den Rest eine Tendenz“, so Sondermann. Den ersten Platz in der Aachen-Kategorie nimmt Erfurt ein.

Beim MAC wird das Ergebnis entsprechend ausgesprochen positiv eingeschätzt. „Das ist natürlich erst einmal eine Momentaufnahme“, so Geschäftsführer Manfred Piana. Aber die Studie sei in vielen Teilen eine Bestätigung, dass Aachen auf dem richtigen Weg als Einkaufsstadt sei. Und sie zeige, wo noch Handlungsbedarf besteht.

Zum Beispiel beim Thema Parken. Da erhält Aachen die Gesamtnote 3,6 – die schlechteste Note für Aachen in der gesamten Untersuchung! Interessant: Die Aachener selbst bewerten die Parksituation schlechter als die auswärtigen Besucher der Innenstadt. Nicolaus Sondermann relativiert: „Es gibt keine Großstadt, in der das Thema Parken gut bewertet wird. Nirgendwo wird ein Wert besser als drei erreicht.“ Dass Auswärtige die Situation etwas positiver sehen, liege daran, dass sie sich nicht permanent mit dem Thema befassen. „Sie fahren einkaufen und suchen sich einen Parkplatz. Die allgemeine Parksituation einer Stadt ist für sie meist kein Thema.“

Für Manfred Piana ist der Wert ein Indiz dafür, „dass wir in Sachen Image des Parkens etwas tun müssen“. Aachen verfüge eigentlich auf das ganze Jahr gesehen über ausreichend Parkraum. „Wir sehen uns aufgefordert, das Thema Parken mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen positiver erscheinen zu lassen“, sagt Piana.

 

Onlinehandel als Konkurrenz

Ein wichtiger Aspekt der Untersuchung „Vitale Innenstädte“ ist die Frage, wie groß die Konkurrenz des Onlinehandels ist. Das gesamte Umsatzvolumen des Einzelhandels in Deutschland stagnierte im Zeitraum von 2001 bis 2013 auf einem Niveau von 430 bis 450 Milliarden Euro. Besonders in 2015 war aber ein stärkerer Umsatzanstieg zu verzeichnen. Gleichzeitig hat die Bedeutung des Online-Handels sprunghaft zugenommen. Mit einem Umsatz von 47 Milliarden Euro in 2015 wird inzwischen ein Anteil am gesamten Einzelhandelsumsatz von fast zehn Prozent erreicht. Immerhin rund die Hälfte aller Befragten in Aachen gab an, dass sich das Einkaufsverhalten in der Innenstadt durch das Angebot, auch online einkaufen zu können, nicht verändert habe. Als ausgesprochen wichtig – 58,1 Prozent hoben das hervor – aber wird eingestuft, dass man sich Im Internet über die Angebote informieren kann.

Bei der Bewertung der Gesamtattraktivität stechen zwei Bereiche hervor: Gastronomieangebot und Sehenswürdigkeiten. Beide erhalten eine glatte 2. Das deckt sich mit den jüngsten Erhebungen, dass Aachen vor allem für Touristen ein sehr beliebtes Ziel ist. Die Zahl der Übernachtungen lag 2015 zum Beispiel bei rund einer Million.

Überraschend gut mit einer 2,1 kommt auch der Punkt Erreichbarkeit der City mit dem ÖPNV weg. Die Erreichbarkeit mit dem Pkw erhält „nur“ eine 2,9. Interessant hier ist – analog zum Thema Parken – der Unterschied zwischen Aachenern und auswärtigen Besuchern. Die Aachener bewerten die Erreichbarkeit der Innenstadt um eine halbe Schulnote schlechter als die Auswärtigen. Die Gründe dürften die gleichen wie beim Thema Parken sein, vermutet Manfred Piana.

Während die Ladenöffnungszeiten mit einer 2,3 sehr gut benotet werden, zeigt sich beim Thema verkaufsoffene Sonntage eine Diskrepanz zwischen der Diskussion im politischen Raum – da gibt es auch aktuell starke Vorbehalte – und dem Wunsch der potenziellen Einzelhandelskunden. Piana: „Viele wollen offenbar mehr verkaufsoffene Sonntage als weniger.“ Der Punkt erhält in der Studie eine 2,8. Die Qualität des Freizeitangebotes (Kino, Theater, Museen, Ausstellungen etc.) und des Dienstleistungssektors schneidet mit einer 2,3 überdurchschnittlich ab.

Die Note 2,9 für das Thema Sauberkeit der Innenstadt ist auf den ersten Blick akzeptabel, zählt aber neben der Bewertung des Parkens mit zu den schlechtesten Werten der gesamten Aachen-Studie. Demgegenüber ist das Sicherheitsgefühl deutlich positiver (2,4).

Aachen ist – natürlich dank seiner rund 55.000 Studenten – eine junge Stadt. 2015 war jeder vierte Aachener zwischen 19 und 30 Jahre alt – Tendenz gleichbleibend. Das schlägt sich auch auf die Handelsbilanz nieder. Das Durchschnittsalter der Kunden beträgt 35,9 Jahre, 45 Prozent sind nicht älter als 25 Jahre. Kunden in mit Aachen statistisch vergleichbaren Städten sind durchschnittlich 40,9 Jahre alt, der Anteil der bis 25 Jahre Alten beträgt da 28,6 Prozent.

Für viele überraschend schneidet die Stadt Aachen bei der Frage ab, auf welche Art und Weise die Kunden in die Innenstadt gelangen. 43 Prozent fahren mit dem Bus, das sind immerhin knapp zwei Prozentpunkte mehr als bei Städten ähnlicher Größe und Attraktivität wie Aachen. Nimmt man den Durchschnitt aller an der Studie beteiligten Städte, fahren in Aachen mehr als doppelt so viele Kunden mit dem Bus. Der Pkw ist nur für 28,5 Prozent der Befragten Verkehrsmittel Nummer eins auf dem Weg zum Einkauf.

Noch nicht komplett ausgewertet ist die Studie in Heinsberg. Die Innenstadt wurde von den Befragten der Studie im Durchschnitt mit der Note 2,7 bewertet und liegt damit wie Aachen besser als der bundesweite Schnitt. Für die Erreichbarkeit mit dem Auto erhält Heinsberg eine glatte 2 (Schnitt 2,2).

In Düren will der Verein Cityma die Ergebnisse zunächst intern analysieren und erst danach veröffentlichen.